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Kanuslalom

Nervenkitzel im Wildwasser

Das Spiel mit Kraft, Geschwindigkeit und Präzision

KanuslalomNichts für schwache Nerven, denn die Athleten fahren nicht wie ihre Kollegen des „normalen“ Kanusports auf einer ruhigen gradlinigen Strecke, sondern müssen einen durch Slalomstangen gekennzeichneten Parcours im Wildwasser absolvieren. Trocken bleibt bei einem solchen Rennen kein Sportler.

Kanuslalom Sebastina Schubert

Sebastian Schubert

Auf Naturstrecken oder künstlich angelegten Wildwasserstrecken werden 18 bis 25 Tore aufgehängt. Die Hindernisse sollten möglichst ohne Berührung von Fahrer und Boot durchfahren werden, ansonsten bedeutet jede Berührung oder jedes Verpassen der Stangen Strafsekunden. Die ca. 300-350m lange Strecke muss schnellstmöglich teils gegen, teils mit der Strömung absolviert werden. Kanuslalom bietet mit seinen Extremen beste Unterhaltung und Spannung für den Zuschauer und erfordert bei den Athleten sowohl Schnelligkeit, Reaktionsvermögen und Kraft, als auch Feingefühl, Präzision und physikalische Kenntnisse im Umgang mit den fließenden Gewässern.

In den Bootklassen wird zwischen dem Kajak und dem Canadier unterschieden. Das Kajak wird von einem sitzendem Fahrer (K1) mit einem Doppelpaddel fortbewegt, wohingegen der Canadier entweder nur von einem (C1) oder von zwei knienden Fahrern (C2) mit einem Steckpaddel angetrieben wird.

Neben den Einzelwettbewerben, werden zusätzlich Mannschaftsrennen durchgeführt, bei denen drei Boote der gleichen Bootsklasse zusammen die Strecke befahren. Die Zeit wird beim Start des ersten Fahrers bis zur Ankunft des letzten Boots gemessen. Auch hier werden die Strafsekunden der einzelnen Boote zur Gesamtzeit addiert.

Dem OSP-Westfalen sind ca. 20-25 Kaderathleten zugeordnet, die bei nationalen und internationalen Events starten. Die Athleten nehmen, neben den alle vier Jahre stattfindenden olympischen Spielen, an Weltcups, Welt-, Europa- und Deutschen Meisterschaften teil. Weiterhin finden U23 und Junioren Meisterschaften auf nationaler und internationaler Ebene regelmäßig statt, um den Nachwuchs an die Elite heranzuführen und frühzeitig den internationalen Vergleich zu suchen.

Kanuslalom Jasmin Schornberg

Jasmin Schornberg Olympia 2012

Auch die Kaderathleten des OSP-Westfalen gehören zur absoluten Spitze. 2013 waren die beiden K1-Fahrer aus Hamm im Gesamtweltcup Kanuslalom beispielsweise sehr gut platziert: Sebastian Schubert gewann den Gesamtweltcup und seine Team-Kollegin Jasmin Schornberg belegte hier Rang drei.

Seit 1992 in Barcelona ist die Sportart regelmäßig Bestandteil des olympischen Programms und gehört zu den Schwerpunktsportarten des OSP-Westfalen.