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Behindertensport

Spitzenleistungen trotz Handicap

Vielfalt im Sport

Der paralympische Behindertensport bietet im Leistungssport eine breite Vielfalt an Sportarten an, denn die Athleten mit Handicap stehen den Sportlern ohne Handicap in Nichts nach, wenn es um Ehrgeiz, Fleiß und Siegeswillen geht. In unzähligen Sportarten wird tagtäglich trainiert und sich auf die nächsten nationalen und internationalen Titelkämpfe vorbereitet.

Hierbei ist der Deutsche Behindertensportverband (DBS) der Dachverband von mehr als 30 verschiedenen Sportfachverbänden, die den deutschen Behindertensport gestalten und verwalten. Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen wird in den Breitensportabteilungen der Vereine die Gelegenheit gegeben die Spiel-, Sport- und Bewegungskultur zu erfahren und ihre Freizeit zu gestalten. Der Bundeswettbewerb der Schulmannschaften „Jugend trainiert für Paralympics“ fördert den Schulsport und bietet dem Nachwuchs, neben den regulären Wettbewerben, eine weitere Möglichkeit zum Kräftemessen. Die Top-Athleten werden unterstützt und in ihren ambitionierten Vorhaben von zahlreichen Kooperationspartnern finanziell und mit Know-how gefördert.

Sabine Ellerbrock

Eine Besonderheit des Behindertensports liegt im Klassifizierungs- und Wertungssystem. Damit die Sportler entsprechend ihrer Behinderung(en) gerecht in den Wettbewerben ge- und bewertet werden können, werden der Schweregrad und die Ausprägung der Behinderung (körperlich und geistig) klassifiziert und so die Wertungsgruppen gebildet.

Weiterhin spielen auch Hilfsmittel eine besondere Rolle in den Wettbewerben der Para-Sportler. Prothesen, Rollstühle, besondere Spielgeräte (z.B. der Goalball beim Blindenfußball) oder auch Hilfspersonen (z.B. der Begleitläufer bei den Laufwettbewerben der Sehbehinderten) müssen in die Sportart und die anspruchsvollen Bewegungsabläufe integriert werden. Eine Herausforderung, die die Behindertensportler mit Leichtigkeit nehmen. Wo manch nicht behinderter Mensch bereits mit den einzelnen Techniken, die die verschiedenen Sportarten dem Körper abverlangen, überfordert ist, meistern die Athleten mit Handicap die zusätzlichen Anforderungen mit Bravur.

Hannelore Brenner

Hannelore Brenner (Reiten) mit ihren Medaillen der Paralympics in London 2012

Bei Europa- und Weltmeisterschaften, sowie paralympischen Spielen sind die deutschen Athleten immer vorne mit dabei und sind ihren Kollegen ohne Behinderungen ebenbürtig. Vom OSP-Westfalen gehören Sebastian Dietz (Leichtathletik, Wurf), Hans-Peter Durst (Radsport), Hannelore Brenner (Reiten), Britta Näpel (Reiten), und Sabine Ellerbrock (Rollstuhltennis) dem Top-Team für die Paralympics in Rio 2016 an. Sie alle können zahlreiche Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene in ihren Sportarten verbuchen und bereiten immer wieder viel Freude. Neben den bereits etablierten Sportlern, zeigen aber auch einige Nachwuchsathleten ihr Können in den Bereichen Leichtathletik, Rollstuhlbasketball, Reiten und Schwimmen und melden ihren Anspruch auf die Zukunft des Behindertenleistungssports an.

Der Behindertensport bietet Vielfalt auf allen Ebenen, die der Sportwelt eine weitere faszinierende Facette verleiht.